Die zunehmende Überforderung des Sozialsystems treibt Tausende von Menschen in eine Grauzone zwischen Obdachlosigkeit und bürgerlicher Existenz. Neben Obdachlosen, die kein eigenes Zuhause mehr haben, finden sich deshalb immer mehr andere Menschen bei uns ein:
alte Menschen mit minimalen Rentenansprüchen
psychisch Belastete und Auffällige
osteuropäische Arbeitssuchende
und vor allem langzeitarbeitslose, alleinstehende Männer
Für diese Menschen leistet die Suppenküche Franziskanerkloster Pankow viel mehr als nur die Versorgung mit warmen Mahlzeiten. Sie ist dabei Beratungsstelle und Versorgungsinstanz, aber auch Treffpunkt und ein Stück Heimat.
Suppenküche
Eine konkrete Antwort auf die Notlage
Die Küche gibt als konkrete Antwort auf die Notlage der Hilfesuchenden an sechs Tagen in der Woche warmes Essen aus.
Geöffnet von Dienstag bis Sonntag, jeweils von 9:00 bis 11:30 und von 12:45 bis 14:30 Uhr.
Die Suppenküche hat auch an Feiertagen geöffnet, außer Ostermontag und Pfingstmontag.
Pro Tag geben wir bis zu 250 Essen aus. Im Monatsverlauf schwankt die Rate der Bedürftigkeit sehr stark, die Küche muss flexibel reagieren.
Vorrangig verarbeiten und verteilen wir Lebensmittel aus Sachspenden. Nach Bedarf müssen wir Lebensmittel zukaufen. Der Essenssaal bietet 160 Sitzplätze; im Freien bieten wir weitere Sitzplätze an Tischen und Bänken.
Ein Videobeitrag von Journalist Christhard Läpple über die Suppenküche im „ZDF heute journal“ vom Dez. 2022
Kleiderkammer
Etwas Sauberes und Warmes zum Anziehen
Wir versorgen Menschen mit sauberer, intakter Bekleidung:
Unterwäsche,
Oberbekleidung, Hosen,
Winterjacken, Mäntel, Mützen,
Schuhe, Handschuhe, Schlafsäcke.
Regen und Kälte sind ebenso bedrohlich wie Hunger. In der Kleiderkammer können sich bedürftige Menschen deshalb zweimal in der Woche mit sauberer und witterungsentsprechender Kleidung versorgen.
Ausgabe von Bekleidung
Dienstag, Donnerstag und Freitag von 12:30 bis 14:00 Uhr.
Spendenannahme
Dienstag bis Samstag von 8:30 bis 11:30 und Dienstag bis Freitag von 12:30 bis 14:30 Uhr.
Für Spenden bitte beachten
Liebe Spenderinnen und Spender,
vielen Dank für Ihre Unterstützung und Ihre Kleiderspenden!
Leider können wir Kleiderspenden nur noch eingeschränkt annehmen.
Der Hintergrund: Der Markt für Second-Hand-Kleidung ist in den letzten Jahren stark unter Druck
geraten. Durch Ultra-Fast-Fashion gelangen immer mehr sehr günstige und oft kurzlebige Textilien in
Umlauf. Dadurch sinken die Wiederverkaufs- und Verwertungserlöse massiv – gleichzeitig steigt
der Anteil der Kleidung, die nicht mehr weitergegeben oder sinnvoll verwertet werden kann.
Im vergangenen Jahr kamen bei uns teilweise 1-2 Tonnen Kleiderspenden pro Woche an, die wir zum
größten Teil an die Deutsche Kleiderstiftung weitergeleitet haben.
Ein großer Teil davon war leider nicht nutzbar. Das verursacht – trotz ehrenamtlichen Engagements –
hohe Kosten für Sortierung, Lagerung und Entsorgung, die wir als gemeinnützige Einrichtung nicht
dauerhaft tragen können. Dazu kommen neue gesetzliche Vorgaben und steigende Kosten für die
Weiterverwertung, die kaum noch Erlöse bringen.
Deshalb können wir nur noch Kleidung annehmen, die wir aktuell direkt in unserer Ausgabe an Bedürftige weitergeben können (sauber, gut erhalten, saisonal passend).
Nicht benötigten Sachen müssen Sie bitte wieder mitnehmen.
Danke für Ihr Verständnis – und danke, dass Sie weiterhin helfen.
Hygienestation
Ein wichtiger Schritt zur zwischenmenschlichen Kommunikation.
Bruder Christoph und sein Team waschen die Socken für die Besucher und versorgen sie mit Shampoo, Rasierschaum, Handtuch etc. In der Hygienestation können sich die Besucher duschen und viele alltägliche Dinge für die Körperhygiene bekommen.
Geöffnet Dienstag und Freitag von 8:30 bis 14:30 Uhr.
Eine Gelegenheit zur Aufrechterhaltung einer menschenwürdigen Grundhygiene vor allem für Obdachlose:
duschen,
rasieren,
Wäsche wechseln,
Wäsche waschen,
Versorgung mit Hygieneartikeln.
Sozialberatung
... wenn die Probleme über den Kopf wachsen.
Sozialarbeiterin Petra Rothe vermittelt zwischen Menschen und Behörden. Sie hilft mit Rat und Tat, wenn die Probleme über den Kopf wachsen. In der Sozialberatung werden die Hilfesuchenden bei der Sichtung ihrer Probleme sozialarbeiterisch begleitet.
Geöffnet Dienstag und Freitag von 8:30 bis 14:30 Uhr.
Wir beraten und begleiten die Hilfesuchenden in allen sozialen Angelegenheiten:
Telefongespräche, Schriftverkehr,
postalische Erreichbarkeit,
Wohnungsbeschaffung oder -erhalt,
Angelegenheiten der Sozialverwaltung (Sozialhilfe, Mietbeihilfen, Kleidergeld etc.),
Behördengänge, Rechtsbeistand, Schuldnerberatung.
Begegnungsstätte
Smalltalk und mehr ...
Für viele Besucher ist das Materielle aber oft nur ein Aufhänger. Sie kommen, um sich mit anderen zu treffen, sich zu unterhalten und wieder am sozialen Leben teilzunehmen. So ist die Suppenküche für viele auch ein Kommunikationszentrum.
Eine Gruppe ehrenamtlicher Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ist für die Gestaltung dieser Zeit präsent.
Ehrenamt / Praktikum
Da mach ich mit.
Ohne unsere ehrenamtlichen Mitarbeiter könnten wir Franziskaner die Arbeit in der Suppenküche in Pankow nicht leisten. Egal ob Küche, Essensausgabe, Kleiderkammer oder Saaldienst, wir brauchen ihre tatkräftige Unterstützung.
Beschenken Sie ihre Mitmenschen mit ihrem Engagement. Doch Vorsicht: wer schenkt wird auch verändert.
Gerne nehmen wir auch Schüler und Praktikanten in sozialen Diensten an.
Rufen Sie uns an, kommen Sie vorbei, schreiben Sie uns eine Mail.
Herr Bernd Backhaus freut sich auf ihren Kontakt.
Sachspenden nehmen wir gerne persönlich entgegen Dienstag bis Samstag in der Zeit von 8:00 bis 14:30 Uhr, Sonntag von 8:00 bis 12:00 Uhr. (Montag ist bei uns geschlossen)
Telefonisch sind wir von Dienstag bis Freitag von 8:00 bis 14:30 Uhr unter 030 / 4883 96-60 zu erreichen, am Wochenende nur teilweise. Es besteht die Möglichkeit, auf dem Anrufbeantworter eine Nachricht zu hinterlassen. Unter der Mailadresse suppenkueche@franziskaner.de können Sie uns auch gerne eine Nachricht schreiben, wir antworten gerne zeitnah.
Wir bitten Sie, Spenden in unseren Öffnungszeiten zu uns zu bringen. Außerhalb unserer Öffnungszeiten kann Essen in die Lebensmittelbox neben dem Fahrstuhl gestellt werden. Bitte beachten Sie,
Kleiderspenden können nicht von uns abgeholt werden
wir nehmen keine Möbel als Spende entgegen
Finanzielle Zuwendungen Neben Ehrenamt und Sachspenden muss die Suppenküche auch die laufenden Kosten stemmen: Strom, Gas, Wasser und die Gehälter der Festangestellten wollen jeden Monat bezahlt werden. Gott sei Dank stehen wir nicht alleine, sondern wissen großherzige Spender an unserer Seite.
Spendenkonto: Deutsche Franziskanerprovinz
Berliner Volksbank
BLZ: 100 900 00
Konto: 1 277 556 002
BIC: BEVODEBB
IBAN: DE 32 1009 0000 1277 5560 02
Bargeld-Spenden für Suppenküche, Kleiderkammer und Hygienestation können Sie gerne an unserer Klosterpforte abgeben. Danke für Ihre Hilfe!
Spendenbescheinigung
Bitte geben Sie bei einer Spende immer ihre Adresse an, da uns diese – bei eventuellen Nachfragen – von der Bank aus Datenschutzgründen nicht mitgeteilt werden kann. So können wir uns bei Ihnen bedanken und Ihnen auf Wunsch eine Spendenbescheinigung ausstellen. Die Spenden an die Suppenküche sind steuerlich absetzbar. Auf Wunsch senden wir Ihnen gerne auch eine Spendenbescheinigung zu.
Ein Projekt der Deutschen Franziskanerprovinz KdÖR
Team & Leitung
Unsere Mitarbeiter
Bild oben:das Team der Hauptamtlichen. Bruder Johannes, Bruder Christoph, Klaus-Peter Peetz, Michaela Arndt, Bernd Backhaus, Bruder Rudolph, Thomas Horstmann, Bruder Bernd, Petra Rothe, Bruder Gregor (von links nach rechts)
Ein Bundesfreiwilligendienstler holt mit dem Bulli Lebensmittelspenden ab, damit die Ehrenamtlichen das Essen vorbereiten können. Thomas und Peetz stehen in der Küche und zaubern jeden Tag einen leckeren Eintopf. Im Obergeschoss nimmt sich Petra in Einzelgesprächen Zeit für die soziale Situation der Menschen, unten kümmert sich der Saaldienst um die Besucher. Bruder Christoph sorgt für Hygiene und saubere Wäsche, während die Damen in der Kleiderkammer die Gäste mit dem Nötigsten ausstatten. Michaela führt die Buchhaltung und Bruder Gregor hat als Guardian des Klosters alles im Blick. Als Trägervertreter ist Bruder Rudolf ansprechbar.
Herr Bernd Backhaus leitet die Suppenküche in allen betrieblichen und wirtschaftlichen Belangen. Auch die Betreuung der Gäste und ein offenes Ohr für die ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter gehören für ihn dazu.
Kloster
Franziskaner in Berlin-Pankow
Hinter dem Gebäude der Suppenküche liegt das 1921 gegründete Kloster der Franziskaner.
Das Haus befand sich zu Zeiten der DDR in unmittelbarer Nähe zur „Mauer“, ein Zugang für Zivilisten war nur unter erschwerten Bedingungen möglich.
Im Jahr 1991 ist hier die Suppenküche entstanden.
Seit 2001 ist das Kloster Ausbildungshaus der Franziskaner.
Die Kapelle ist dem heiligen Franziskus geweiht.
In der Hausgemeinschaft leben zurzeit vier Brüder und jedes Jahr eine variierende Anzahl an Postulanten (junge Männer, die sich darauf vorbereiten, Franziskaner zu werden). Arbeitsschwerpunkt ist neben der Suppenküche vor allem die Randgruppenseelsorge.
Anfahrt & Kontakt
Besuchen Sie uns.
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Suppenküche Franziskanerkloster Pankow
Wollankstraße 18
13187 Berlin
Mit der S-Bahn S1 oder S25 bis Haltestelle Wollankstraße, dann links unter der Bahnbrücke hindurch und 250 Meter zu Fuß Richtung Pankow Zentrum.
Mit dem Bus 255 bis Haltestelle Florastraße. Die Suppenküche liegt direkt gegenüber.
Die Berliner Bäckerei Lars Siebert sammelt mit ihrem ZuBrot Geld für die Suppenküche Pankow, um warme Mahlzeiten für bedürftige Mitmenschen zu ermöglichen.
Im Oktober 2025 werden die Franziskaner mit dem Umbau des Klosters in Berlin-Pankow beginnen. Das Gebäude soll bis 2027 großzügig und seniorengerecht renoviert, umgebaut und modernisiert werden.
Die Initiative „Wir kommen wählen!“ will von Armut betroffene Menschen motivieren, an Wahlen teilzunehmen. In der Suppenküche der Franziskaner brachte sie diese mit Berliner Politikern zusammen.